Jungenbundführerfahrt 2010

Fahrtenbericht der Jungenbundführerfahrt 2010

Und wieder mal eine Fahrt nach Martinfeld. Mittlerweile ist es ja schon Usus, dass Bundesveranstaltungen im Herzen Deutschlands stattfinden. Also folgten wir, die neu gewählten Führer, dem Ruf unseres heiß geliebten Holgers. Nach unserer Ankunft auf Schloss Martinfeld,

erfuhren wir, dass am selben Wochenende eine Pfadfinder-Hochzeit stattfand. Davon ließen wir uns aber nicht stören. Als dann alle, also Holger, Atréju, Benne, Korky, Flo, Frank und meine Wenigkeit, vereint waren, wurde erst einmal eine ausgiebige Brotzeit eingenommen. Danach gesellten wir uns an ein Feuer, sangen und lernten Hagen, einen 16-jährigen Hochzeitsgast, kennen, der uns mit seiner Lebensgeschichte versorgte. Nach einem kleinen Disput mit einem Kothenbewohner, schliefen wir alle unter dem wunderschönen Sternenhimmel ein.

Am nächsten Morgen wurde ich Opfer der Sonne, die meinen Körper mit meinem Schlafsack verschmolz und mich so weckte. Unter einem strahlend blauen Himmel wurde gefrühstückt und dann ging es los Richtung Westerwald. Nach einem steilen Aufstieg führte uns unsere Route durch eine wunderschöne Natur. Unser Ziel war ein Grillplatz mit Schutzhütte und angebundener Quelle. Nach einer kurzen Pause in der Idylle, beschlossen wir ohne Gepäck nach Küllstedt zu laufen , um uns mit den ansässigen Spezialitäten vertraut zu machen. Wieder am Lagerplatz angekommen, wurde das Abendessen zubereitet. Es gab Bulgur ( Weizengrütze) mit Gemüse und ohne Fleisch. Als dann das Feuer brannte, stellte jeder Führer ein Lied vor, dass in seiner Horte, Stamm oder Jungenschaft gerne gesungen wird. Unsere Singerrunde wurde dann leider dezimiert, da Flo einen leichten Sonnenstich hatte und sich schlafen legte. Aber natürlich sangen wir ihm ein Dutzend Gute-Nacht-Lieder, bis wir selbst der Müdigkeit erlagen.

Und wieder einmal brach ein fantastischer Tag an. Nach dem Waschen bekamen wir Besuch, denn am Sonntag fand ein Wandertag statt und es wurden Bierbänke aufgestellt und sogar ein kleines Blasorchester war aufgelaufen. Dies nutzen wir natürlich sofort und perfomten mit ihnen ein Pfadilied. Aber jeder Spass hat auch ein Ende und wir machten uns auf den Heimweg, Richtung Martinfelder Fenster. Nach einer sehr unterhaltsamen und austauschreichen Wanderung, konnten wir einen famosen Ausblick über Martinefeld und das eichsfelder Land genießen. Dann folgte der Abstieg und die Rückkehr nach Schloss Martinfeld. Dort empfing man uns sehr herzlich, denn von der Hochzeitsfeier war einiges übrig geblieben und da kamen ein paar ausgehungerte Pfadfinder ganz recht. Folglich vernichteten wir Fleisch, Salat, Getränke und Co., doch es war immer noch nicht alles weg. Gestärkt halfen wir Korky beim Abbau der Bundesjurtenburg, machten uns frisch und traten die Heimreise an.

,, Ein Fürst soll einzeln nicht erzogen werden. Einzeln lernt niemand je sich selbst. Noch wen‘ ger andere gebieten“ ( aus Elpenor von Goethe).

Dies waren die ersten Zeilen der Einladung. Sie haben sich bewahrheitet, denn ich habe wieder einen Anstoß zur Selbstreflektion bekommen, indem ich mit anderen Führer auf Fahrt war. Unsere Mannigfaltigkeit nährte das gegenseitige Interesse und verband uns, als würden wir uns schon Jahre kennen.

Ich hatte sehr viel Spass und konnte dabei auch noch etwas lernen, was gibt es schöneres!

 

Allzeit Bereit

Hering

 

Jungenbundführerfahrt 2010