Picobello 2010

Picobello 2010 – Die Saubermach-Aktion des bergischen Städtedreiecks

Um mehr Öffentlichkeitsarbeit zu leisten und ein wenig mehr nach dem ursprünglichen Grundgedanken des Pfadfinders zu handeln, beschlossen wir beim letzten Thing unser Bild nach außen zu verbessern und mehr Engagement für und in die Öffentlichkeit zu stecken.

Auszug aus dem Thing-Protokoll vom 23. Januar 2010:

„14. Soziales Engagement

In Anlehnung an den Auftrag der Gruppen (wie in der Bundesordnung) beschrieben, wollen wir unseren Blick nicht nur nach innen (auf uns), sondern auch nach außen wenden und uns gesellschaftlich engagieren. Ideen waren: Unterstützung der Remscheider Tafel, Besuch im Altenheim – Singen, Vorlesen, Spazieren gehen…“

Ganz nach diesem Motto haben sich 4 Pfadfinder am 20. März 2010 eingefunden, um an der diesjährigen Picobello-Aktion 2010 teilzunehmen. Bei dieser Aktion treffen sich einmal im Jahr Bürger der Stadt Remscheid. Ihnen wird dann eine bestimmte Route zugeteilt, die sie dann laufen sollen um dabei sämtlichen Müll zu sammeln und in Säcke zu verpacken. Am Nachmittag wird dieser von den Entsorgungsbetrieben am Ende der Strecke abgeholt und entsorgt. Man strebt dadurch an das Gesamtbild der Stadt zu verbessern durch Entsorgung des Mülls in unseren Straßen.

Angefangen haben wir im Stadtpark und haben uns die Mitarbeiter der Remscheider Entsorgungsbetriebe angeschaut, wie sie wild auf Mülltonnen rumschlugen, und so einfache Rhythmen spielten. In Müllarbeitertracht stand auch die Oberbürgermeisterin vor uns und leitete das Event ein, woraufhin wir uns zu unserem Startpunkt mit Kaffee, Mülltüten und Handschuhen begaben. Unsere Strecke fing bei Winnis Brutzelbude in Vieringhausen an und sollte uns von dort aus über den alten Bahnhof über die Trasse bis zum Hauptbahnhof Remscheid.

Das Wetter war so, wie man es von Remscheid her kennt: Leichter Regen begleitete uns den halben Tag über. Mit leichtem Nieselregen hüpften wir von Mülldepot zu Mülldepot zwischen alten Eisenbahnwagons umher, um unsere Säcke zu füllen. Von alten nicht bezahlten Rechnungen bis hin zu benutzten Spritzen fanden wir nahezu alles, was man sich vorstellen kann.
Direkt um die Ecke befindet sich der LIDL, weshalb sich gerade dort viel Müll angesammelt hat.

Doch unsere Motivation kannte keine Grenzen, wir füllten Müllsack um Müllsack, bis wir nach ca. 200 Meter Wegstrecke schon die Hälfte unserer Säcke voll hatten. Wir änderten ein wenig unser Schema so gingen wir weiter, sprangen über Zäune, schwangen uns die Hänge hoch. Jeder noch so kleine Papierfetzen konnte uns nicht entwischen!
Dann kamen wir zum Honsberg.
Allein an einem Hang hingen wir Ewigkeiten, die Verschmutzung war sehr stark fortgeschritten, doch todesmutig wagten wir uns hinauf und sammelten fleißig weiter, als ob es kein Morgen mehr gibt.
Irgendwann gewöhnte man sich an den Gestank.
Am Honsberg kauften wir uns außerdem noch mehr Müllsäcke. Unser Kontingent war einfach aufgebraucht.

Um diesen Tag zu überstehen wurden wir von Werner’s weltberühmten Mettbrötchen gestärkt. Nach mehreren Stunden Dreckwühlen kamen wir schließlich bis obenhin vollgepackt am Ende unserer Strecke an, kurz vorm Hauptbahnhof, und wir lagerten unsere „Trophäen“ dort, bis sie später schließlich entsorgt wurden.

Alles in allem war es doch ein recht erfolgreicher Tag, wir haben viele Säcke und Mülltonnen gefüllt und Remscheid so ein ganzes Stück sauberer gemacht. Jedoch waren die 8 Hände von Werner, Ajolix, Schwitzer und mir zu wenig für die gesamte Strecke. Wir mussten einige Abstriche machen und haben uns dann auf den groben Müll konzentriert, weil jedes rauspicken des Mülls zu viel Zeit in Anspruch genommen hätte und unsere Kapazitäten einfach überschritten hätte.

Im nächsten Jahr startet die nächste Picobello-Aktion, jedoch werden wir hoffentlich zahlreicher antreten.

Danke an alle Beteiligten.

Allzeit bereit,

 

J.Rambo

 

Verweise:
Link zur Fotogalerie (Alle Bilder unter: Bilder der Jungenschaft –> Picobello-Aktion 2010)
Artikel auf waterboelles.de

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